| Neuropsychologie
Verletzungen oder Erkrankungen des Gehirns führen nicht
nur zu körperlichen Beeinträchtigungen, sondern auch zu Einschränkung
der Leistungsfähigkeit und zu Veränderungen des Erlebens und
Verhaltens. Da diese Veränderungen nicht unbedingt per Augenschein
zu sehen sind, wie z. B. bei Lähmungen, ist die neuropsychologische
Diagnostik und Therapie besonders wichtig.
Die (klinische) Neuropsychologie befasst sich in erster Linie mit Diagnose
und Therapie der Folgen, die erworbene Hirnschädigungen auf die Leistungsfähigkeit
sowie die psychische Befindlichkeit haben.
Beispiele für Beeinträchtigungen der psychischen Leistungsfähigkeit:
- mangelnde Konzentration und Belastbarkeit
- Verlangsamung
- Beeinträchtigung der Wahrnehmung
- Gedächtnisprobleme
- Probleme beim zielorientierten Planen und Handeln
Beispiele für Veränderungen des Erlebens und Verhaltens
- Affektlabilität (z. B. leichteres Weinen)
- Störungen der Impulskontrolle (z. B. schnellere aggressive Ausbrüche)
- mangelnde Krankheitseinsicht mit dadurch bedingtem riskanten Verhalten
(z. B. Auto fahren)
- depressive Entwicklung mit Verlust des Selbstvertrauens
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