NeuroPsychologisches Zentrum
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Behandlung

Im Gegensatz zu stationären Behandlung legen wir Wert darauf, die Therapie in den Alltag der Betroffenen einzubinden und Trainings- oder andere Maßnahmen individuell abzustimmen. So werden in den Therapiestunden selten nur computergestützte Trainingsprogramme durchgeführt, sondern auch ein Trainingsplan für zu Hause entwickelt, durchgeführt und begleitet.

Mindestens genauso wichtig ist uns die psychologische Begleitung. Eine neurologische Erkrankung stellt eine gravierende Veränderung des Lebens der Betroffenen dar. Es ist selbstverständlich, dass dadurch viele Ängste, Unsicherheiten oder auch depressive Verstimmungen entstehen können. Eine psychologische Begleitung kann daher Entlastung schaffen (zumal viele Betroffene die Angehörigen nicht immer mit ihren Problemen belasten wollen) und es kann gemeinsam überlegt werden, wie besser mit der veränderten Lebenssituation umgegangen werden kann.

Hinzu kommt, dass die Angehörigen aktiv mit in den Prozess einbezogen werden können. Viele Angehörige erleiden einen regelrechten Schock, wenn sie den geliebten Menschen in der ersten Zeit im Krankenhaus sehen und fragen sich, wie dies alles nur weitergehen soll. In den meisten Fällen verbessert sich der Zustand der Betroffenen in der ersten Zeit erheblich, was ja sehr schön ist. Dennoch werden bestehenden Probleme dann manchmal übersehen, weil man sich so sehr wünscht, dass die/der Betroffene wieder „ganz die/der Alte“ wird. Natürlich benötigen Betroffene oft sehr viel Hilfe und Unterstützung. Manche Angehörige neigen dazu, sich dann selbst zu überfordern oder auch die Hilfe zu langsam zurückzunehmen, was zu weiteren Problemen führen kann. Freunde und Bekannte sind mit einer solch schwierigen und unbekannten Situation oft überfordert und können daher manchmal nicht genügend Unterstützung geben.


Kosten

Die Neuropsychologische Therapie ist eine relativ junge Behandlungsform, dennoch gehört sie zum Standard in den Reha-Kliniken. Sie gehört jedoch noch nicht zum Leistungskatalog der Krankenkassen und ist daher vom Patienten selbst zu finanzieren.

Eine Therapieeinheit dauert 50 Minuten.
Die Therapie findet überwiegend in Einzelsitzungen statt. Zusätzlich können Gespräche zur Krankheitsverarbeitung und zur Neuanpassung an die veränderte Lebenswelt sowie Beratungsgespräche für Patienten und Angehörige auf der Basis psychotherapeutischer Methoden durchgeführt werden.

Die neuropsychologische Rehabilitation umfasst:

Funktionstraining:
Verbesserung der beeinträchtigten neuropsychologischen Funktionen durch spezifische Trainingsverfahren (z.B. Wahrnehmungstraining).

Kompensation:
Vermindern der Auswirkungen von verbleibenden neuropsychologischen Funktionsstörungen durch das Erlernen angepasster Kompensationsstrategien (z.B. Gedächtnisstrategien).

Psychologische Beratung und Behandlung:
Förderung der adäquaten Verarbeitung der durch die Erkrankung veränderten Lebenssituation.
Die neuropsychologische Behandlung beruht auf wissenschaftlich überprüften Modellen.

Wesentlicher Bestandteil der Therapie ist natürlich die Kooperation mit weiteren am Rehabilitationsprozess beteiligten Berufsgruppen, wie z.B. Neurologen, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten sowie Logopäden.

Ziele der Neuropsychologischen Behandlung

- Wiederherstellen oder Ausgleich der beeinträchtigten Hirnleistungen
- Unterstützung im Prozess der Krankheitsverarbeitung und -bewältigung
- Soziale Neuanpassung im Umfeld des Betroffenen
- Berufliche Neuanpassung
- Entwicklung eines neuen Lebensstils und einer neuen Zukunftsperspektive

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